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Wer suchet, der
findet. Ein sehr alter Spruch, der aber stimmt. Ich suchte etwas ganz
anderes, fand unerwartet Lesenswertes in der Homepage des CFCB. Das ist
die Abkürzung für "Computerfreunde Costa Blanca". Da erwartet man
eigentlich nur Fachchinesisch aus der Cyberwelt und findet das Gegenteil.
Die Überschrift lässt so etwas wie eine Sonntagspredigt oder Ratschläge
für die Gestaltung des Vatertages vermuten.
Ich habe die Zeilen einem bayerischen Lehrer
vorgelegt. Er machte hier verregneten Osterurlaub, las den Artikel und
versicherte, ihn zu Hause vergrößern zu lassen und im Lehrerzimmer seiner
Schule gut sichtbar auszuhängen. Den Autor hatte ich verschwiegen, was dem
Pauker zunächst auch egal war. Er war derart angetan von dem Inhalt, der
seiner Meinung nach genau das wiedergibt, was sich heutzutage an vielen
Schulen und in der modernen Gesellschaft abspielt. Aber lesen Sie selbst,
was an die Väter, an alle Älteren, gerichtet ist.
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"Wohlan, mein
lieber Freund, wie steht es mit der Diktatur ? Löst sich die
Demokratie selber auf durch eine gewisse Unersättlichkeit in der
Freiheit ?
Wenn sich die Väter daran
gewöhnen, ihre Kinder einfach gewähren und laufen zu lassen, wie sie
wollen, und sich geradezu fürchten, vor ihren erwachsenen Kindern ein Wort
zu reden, oder wenn Söhne schon so sein wollen wie die Väter, also ihre
Eltern weder scheuen noch sich um ihre Worte kümmern, sich nichts mehr
sagen lassen wollen, um ja recht erwachsen und selbständig zu erscheinen;
und auch die Lehrer zittern bei solchen Verhältnissen vor ihren Schülern
und schmeicheln ihnen lieber, statt sie sicher und mit starker Hand auf
einen geraden Weg zu führen. Überhaupt sind wir schon so weit, dass sich
die Jüngeren den Älteren gleichstellen, ja gegen sie auftreten in Wort und
Tat, die Alten aber setzen sich unter die Jungen und suchen sich ihnen
gefällig zu machen, indem sie ihre Albernheiten und Ungehörigkeiten
übersehen oder gar daran teilnehmen, damit sie ja nicht den Anschein
erwecken, als seinen sie Spielverderber oder auf Autorität versessen.
Auf diese Weise wird die Seele
und die Widerstandskraft aller Jungen allmählich mürbe. Sie werden
aufsässig und können es schließlich nicht mehr ertragen, wenn man nur ein
klein wenig Unterordnung von ihnen verlangt. Am Ende verachten sie dann
auch die Gesetze, weil sie niemand und nichts mehr als Herrn über sich
anerkennen wollen. Und das ist der schöne, jugendfrohe Anfang der
Tyrannei."
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Starker Tobak. Aber es scheint, als habe der Autor gar nicht mal so
unrecht. Das klingt logisch und passt genau in unsere Zeit, in der es die
Demokratie durch falsch verstandene Freiheit, Ignoranz der Spielregeln und
rabiaten Egoismus vielerorts zunehmend schwer hat. Bestechliche Politiker
machen da kräftig mit, sind schlechte Vorbilder. Der Verfasser der Zeilen
weiß wovon er spricht. Trotz Beatlefrisur und Bart gibt er sich geradezu
seherisch. Der Grieche war ein glühender Verfechter der Freiheit, der
Demokratie. Er lebte vor 2400 Jahren, hieß Platon und war Schüler des
Sokrates.
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